Alusil / Lokasil / Nickelkeramik


Kolben

Häufigster Schaden bei 986/996 - Motoren

Die oben genannten Motoren haben Alusil- bzw. Lokasil-Zylinderlaufbahnen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Zylinderlaufflächen unter ungünstigen Bedingungen ( z.B. mangelndes Warmfahren, Motor-Ölmangel, Wasser im Motoröl, Überhitzung, Servicestau usw.) einem erhöhten Verschleiß unterliegen und sich somit das Kolbenspiel stark vergrößern kann. Folge ist, dass die Kolben in der Zylinderbohrung anfangen zu kippen und die Kolbenringe beginnen - durch Schaben - die Zylinderlauffläche stark zu verschleissen. Mit zunehmendem Verschleiss (enstehende Ovalität der Zylinder) können Schäden in Form von Kolbenfressern, Pleuelabrissen, Gehäuseausbrüchen usw. auftreten. Die Folge ist ein kapitaler Motorschaden. Diese Motorschäden kündigen sich durch laute Laufgeräusche, gestiegenen Ölverbrauch etc. an. Häufig treten diese Schäden bei Laufleistungen zwischen 80.000 -120.000 km auf.



"Alusil"-/"Lokasil"-Zylinderflächen

 

Bei dem Alusil-Verfahren besteht das gesamte Gehäuse aus einer Aluminium-Silizium-Legierung. Durch eine Übersättigung der Aluminiumlegierung mit Silizium entsteht eine Auskristallisation des Siliziums. Diese Primärsiliziumkristalle bilden entsprechend bearbeitet die Zylinderlauffläche und tragen den Ölfilm, in dem der Kolben gleitet.

Bei dem Lokasil-Verfahren wird ein hochporöser Formkörper aus Silizium in die Gussform eingebracht. Das Motorgehäuse wird dann mit einer siliziumarmen Aluminiumlegierung gegossen. Die Zylinderlaufflächeneigenschaften sind nahezu gleich. Die Siliziumkristalle tragen auch hier den Ölfilm, in dem der Kolben gleitet. Im Gegensatz zum Alusil-Verfahren (komplettes Motorgehäuse aus Aluminium/Silizium-Legierung) lassen sich die Motorblöcke oder Gehäuse sehr gut spanend weiter bearbeiten.


Buchse




Wir verwenden die Nickel-Keramik Direktbeschichtung von Aluminiumblöcken.

 

Uns ist bekannt, dass man selbst in der Formel 1 von Plasma-Beschichtungen wieder zurück zu Nickel-Keramik-Beschichtungen gegangen ist. Es ist uns gelungen, eine Zusammenarbeit mit einem der besten Unternehmen am Markt, welches in den meisten Rennserien der Welt mit Motorkomponenten vertreten ist, zu erreichen. Dieses Unternehmen hat in aufwendigen Untersuchungen das Verzugsverhalten der Bohrungsgeometrie durch thermische und mechanische Einflüsse ermittelt und gewährleistet somit eine absolut perfekte Nickel-Keramik-Beschichtung.

 

Nickel-Keramik Zylinderflächen-Beschichtung

Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine auf die Zylinderlauffläche aufgebrachte Nickel-Keramik-Dispersionsschicht. Um den Ölfilm tragen zu können muss die Nickel-Keramik-Schicht mit einer Honoperation geglättet und strukturiert werden, um Ölverteilungskanäle zu schaffen, die das Ölrückhaltevolumen sicherstellen und gewährleisten, so dass der Kolben in einem Ölfilm gleiten kann. Die Nickel-Keramik-Beschichtung zeichnet sich durch eine extreme Haltbarkeit aus. Die verwendete Nickelkeramikbeschichtungsanlage erfügt über eine automatisierte Prozesskontrolle, so ist gleichzeitig eine hohe Qualität der Bohrungsbeschichtung als auch der Bindung gewährleistet.


Motor von oben




Zylinderlaufbahn

In diesem Bild sieht man die originale Zylinderlaufbahn eines Motors mit ca. 70.000 Km. Der markierte Bereich ist die Zone an der die häufigsten Verschleißerscheinungen auftreten.

Nickel-Keramik-Beschichtung

Hier sieht man die wieder hergestellte Zylinderlaufbahn durch das Aufbringen einer Nickel-Keramik-Beschichtung. Nach der Endbearbeitung ist auch wieder das klassische Honbild - welches den Ölfilm trägt - zu erkennen. Durch dieses Verfahren wird der Motor nicht einfach wieder funktionsfähig, sondern auch haltbar.

Langzeitbeschichtung

Im Zuge der Instandsetzung werden auch die Kolben wieder einsatzfähig gemacht sofern es keine schwerwiegenden Beschädigungen gibt. Nach Reinigung, Vermessung und Aufarbeitung wird die originale Ferrostanschicht entfernt und gegen eine Langzeitbeschichtung aus Xylan ersetzt. Dieses Material korrespondiert am besten mit der Nickel - Keramik - Beschichtung. Das verbessert nicht nur die Laufeigenschaften des Motors, sondern spart auch den teuren Ersatz durch neue Kolben.




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